5 Maßnahmen für ein noch kinderfreundlicheres München

20. Januar 2020 | von Dieter Reiter

Spielende Kinder
© Jacob Lund – stock.adobe.com

Als Vater weiß ich, dass es nichts Wichtigeres gibt, als die Zukunft unserer Kinder. Deshalb muss sich Politik immer wieder neu auf die aktuellen Herausforderungen einstellen und alles tun, damit unsere Kinder in einem lebenswerten München mit viel Freiraum und Bildungschancen unabhängig vom Geldbeutel der Eltern aufwachsen können. In den kommenden Jahren will ich mit verschiedenen Maßnahmen München noch kinderfreundlicher machen. Mir geht es dabei vor allem um fünf konkrete Themenbereiche:

1. Bessere Unterstützung für werdende Mütter!

Jede Münchnerin soll während der Schwangerschaft, der Entbindung und im Wochenbett optimal versorgt werden. Dafür brauchen wir in München mehr Hebammen – ihnen soll die Arbeit erleichtert werden, ihr Beruf mehr Anerkennung erfahren. Wir werden an der München Klinik Schwabing einen Hebammen-Kreißsaal einrichten. Ich kämpfe dafür, den Hebammen-Beruf zu einem sogenannten „Mangelberuf“ zu erklären – dadurch können wir auch über Landesgrenzen hinweg neue Fachkräfte anwerben. Und als ersten Schritt haben wir schon mal dafür gesorgt, dass die Parkgebühren für Hebammen auf das maximal mögliche Minimum von 30 Euro jährlich gesenkt werden. Klingt nicht nach viel, ist aber tatsächlich eine große Entlastung für Hebammen, die ja aufgrund ihrer Ausrüstung aufs Auto angewiesen sind.

2. Um die Kleinsten kümmern!

Eltern erfahren in unserer Gesellschaft zu wenig Wertschätzung: Um das zu ändern und ein Signal für Kinderfreundlichkeit zu senden hat meine Partei, die SPD, dafür gesorgt, dass künftig jedes neugeborene Münchner Kindl mit einem Begrüßungspaket empfangen wird – das finde ich gut und wichtig! Aber die Fürsorge für die Kleinsten in unserer Stadtgesellschaft muss selbstverständlicher und fest im Alltag verankert werden: In allen Fahrzeugen der MVG soll es künftig deutlich mehr markierte Abstellmöglichkeiten für Kinderwagen geben. Flächendeckend schaffen wir in den nächsten Jahren Wickelmöglichkeiten in der Stadt – mir ist es wichtig, dass sie für Frauen und Männer zugänglich sind.

3. In Kinder investieren!

München wächst – und es leben immer mehr Kinder und Jugendliche in unserer Stadt. Als Oberbürgermeister habe ich deswegen das größte Ausbauprogramm für Schulen, Kinderbetreuung und Sportanlagen vorangetrieben, das je eine Kommune in der Bundesrepublik gestemmt hat: 4 Milliarden Euro haben wir dafür von 2016 bis 2019 ausgegeben – 114 Schulen neu gebaut oder erweitert, bestehende Schulgebäude saniert und 67 Kinderbetreuungseinrichtungen errichtet oder ausgebaut. So haben wir Platz für 40.000 Schülerinnen und Schüler geschaffen. Und die Kinder-Offensive geht weiter: 27 weitere Kinderbetreuungseinrichtungen werden gebaut oder erweitert, mehr als 8000 Kita-Plätze entstehen so. In nächster Zukunft werden wir noch einmal 2,5 Milliarden Euro ausgeben. Dadurch entstehen auch neue Sport- und Schwimmhallen. Als Oberbürgermeister habe ich die Weichen dafür gestellt, dass insgesamt 6,5 Milliarden Euro in unsere Kinder investiert werden – für die SPD ist der Satz „Kinder sind unsere Zukunft“ keine hohle Phrase, sondern eine Handlungsanleitung! Das soll auch in Zukunft so bleiben.

4. Eltern entlasten, Personal gewinnen!

Wer Kinder hat, soll finanziell entlastet werden – als Oberbürgermeister habe ich damit begonnen, die finanziellen Belastungen von Eltern in München abzubauen: Der Kindergarten ist für die meisten kostenlos, die Krippe deutlich günstiger geworden. Nun haben wir den weiteren Ausbau der Betreuungsplätze für Grundschulkinder und deren Gebührenfreiheit auf die Tagesordnung gesetzt – dies mittelfristig umzusetzen, ist für mich ein wichtiges Anliegen. Dafür brauchen wir mehr Erzieherinnen und Erzieher – um diesen Beruf attraktiver zu gestalten, habe ich die Verdoppelung der Gehalts-Zulage (die sogenannte München-Zulage) auf 238 Euro im Monat angekündigt und gegen alle Widerstände durchgesetzt. Jetzt steht die Schaffung von günstigem Wohnraum für dieses dringend benötigte Fachpersonal auf meiner To-Do-Liste. Und um Eltern mehr Flexibilität zu ermöglichen sollen sich Kindergärten, Krippen und die Nachmittagsbetreuung an Grundschulen stärker am wirklichen Bedarf orientieren und mehr und flexiblere Betreuung am frühen Morgen und späten Nachmittag anbieten.

5. Spielraum schaffen!

Warum sind Spiel- und Sportplätze von Schulen und Kitas nachmittags und am Wochenende oder in den Ferien nicht für alle Kinder zugänglich? Ich will, dass diese Plätze künftig auch genutzt werden können, wenn Schulen und Kitas geschlossen sind. Außerdem brauchen wir noch mehr Spielplätze und Treffpunkte für Kinder und Jugendliche. Zudem soll die MVG schnellstmöglich auch Räder anbieten, auf oder mit denen man Kinder mitnehmen kann. Dringend ausgeweitet werden muss das Programm, das dafür sorgt, dass künftig alle Grundschulkinder schwimmen können – deswegen haben wir Geld für den Schwimmhallenausbau zur Verfügung gestellt.

München noch kinderfreundlicher machen

In meiner ersten Amtszeit als Münchner Oberbürgermeister habe ich mich dafür eingesetzt, die Kinderbetreuung immer weiter zu verbessern, Fachpersonal zu werben und Mütter und Väter finanziell zu entlasten. Gleichzeitig bauen wir die Infrastruktur mit Hochdruck weiter aus. Wir haben viel geschafft, aber es liegt noch Arbeit vor uns. Helfen Sie mir mit Ihrer Stimme am 15. März, dass wir dieses Ziel auch wirklich erreichen!

Dieter Reiter

Dieter Reiter

Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München

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