5 Maßnahmen für mehr Qualität in der Kinderbetreuung

14. Februar 2020 | von Julia Schönfeld-Knor

©Kinzie+Riehm – stock.adobe.com

Es ist eine gute Nachricht: Die meisten Eltern in München müssen seit dem vergangenen Jahr keine Gebühren mehr für die Kinderbetreuung zahlen. Das haben wir von der Münchner SPD durchgesetzt. Aber das reicht uns nicht: Wir werden auch die Qualität der Kinderbetreuung weiter verbessern. Mit Ihrer Stimme am 15. März für Dieter Reiter und die Münchner SPD können wir das schaffen – wenn wir diese fünf Punkte umsetzen:

1. Mehr Geld für Erzieherinnen und Erzieher!

Für bessere Betreuung brauchen wir mehr Erzieherinnen und Erzieher. Die bekommen wir nur, wenn diese mehr Geld verdienen und ihr Beruf attraktiver wird. Unser Oberbürgermeister Dieter Reiter hat ab Anfang 2020 die sogenannte München-Zulage für Erzieherinnen und Erzieher in städtischen Einrichtungen auf mindestens 270 Euro pro Monat verdoppelt. 3200 Euro brutto verdient somit eine Erzieherin derzeit – eine Architektin verdient bei der Stadt im ersten Berufsjahr die gleiche Summe. Aber: Wir müssen Attraktivität und Anerkennung dieses Berufs weiter steigern. Die Münchner SPD will die Qualifizierungsmöglichkeiten im Job verbessern und in der Ausbildung Auslandspraktika ermöglichen. Zugleich investieren wir in die Anwerbung und Förderung – für 2020 stellen wir 50.000 Euro für eine Kampagne zur Förderung ausländischer Fachkräfte zur Verfügung.

2. Krippen, Horte und Kindergärten finanziell fördern!

Wir haben in München die Zahl der Betreuungsplätze für Unter-Sechsjährige seit 2000 mehr als verdoppelt, zu den nun vorhandenen 67.000 kommen in den nächsten Jahren 8000 weitere hinzu, die in 27 neu gebauten oder erweiterten Einrichtungen betreut werden. Es geht aber nicht nur um Quantität, es geht auch um Qualität – das ist mir besonders wichtig! Die Stadt gibt deswegen in seinen und in vielen privaten Kitas einen besseren Betreuungsschlüssel als im Rest von Bayern vor – das hat die SPD in München durchgesetzt. Außerdem werden Kinder bedürftiger Eltern oder Einrichtungen in Brennpunkten besonders gefördert. Das ist gut – und das Geld dafür auch gut investiert: Jedes Jahr zahlt die Stadt München 160 Millionen Euro, damit dieser Qualitätsstandard auch in nicht-städtischen Kitas gehalten wird.

3. Mehr und bessere Ganztagsbetreuung!

Ich möchte, dass wir in München so schnell wie möglich eine gebührenfreie Ganztagesbetreuung bis zum Ende der Grundschulzeit aufbauen – möglichst flexibel, bis 18 Uhr und auch in den Schulferien. Dafür brauchen wir eine bessere Verknüpfung von Schulen und Betreuungseinrichtungen. Auf Initiative der Münchner SPD wird so eine „kooperative Ganztagesbetreuung“ am Pfanzeltplatz und in Freiham gerade getestet – die Ergebnisse sind vielversprechend! Ich bin dafür, dieses Modell spätestens bis 2025 auf ganz München auszuweiten.

4. Erzieherinnen und Erzieher entlasten!

61 Prozent der Erzieherinnen oder Erzieher in Bayern arbeiten in Teilzeit. Dieser Anteil ist mehr als doppelt so hoch wie in anderen Berufen. Der beste Weg, die Betreuungssituation zu verbessern, ist, diesen Fachkräften die Möglichkeit zu geben, mehr Wochenstunden zu arbeiten. Wie das gelingen kann, dafür soll die Stadt nun auf Antrag der Münchner SPD ein Konzept entwickeln. Welche Anreize braucht es? Wo und wie kann man bereits angestellte Erzieherinnen und Erzieher entlasten? Diese Frage stellt sich für viele außerhalb des Jobs – zum Beispiel bei der Pflege von Angehörigen –, aber auch im Arbeitsalltag: Wir wollen die Kindergärtnerinnen und Kindergärtner vom Papierkram entlasten – dafür sollten Verwaltungskräfte oder Bürokaufleute eingestellt werden. Damit sich die Experten um unsere Kinder kümmern können – und nur um unsere Kinder. Auch eine Vernetzung mit Tagesmüttern oder –vätern kann helfen, zeitweilige Personalengpässe zu überwinden.

5. Attraktiver für Eltern werden!

Mütter und Väter müssen früher Bescheid bekommen, wo sie welchen Betreuungsplatz für ihr Kind bekommen. Das ist in der Vergangenheit nicht immer optimal gelaufen – deswegen wird auf unsere Initiative hin die Vergabe aller geförderten Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze künftig zentral und zuverlässig bis Ende August des jeweiligen Jahres erfolgen. Zudem müssen Kindergärten- und –horte flexibler auf die Bedürfnisse berufstätiger Eltern oder gar Alleinerziehender eingehen. Öffnungszeiten am frühen Morgen oder am späten Nachmittag müssen selbstverständlich sein, die Kita-Ferien auf ein Minimum beschränkt werden. Schließungstage müssen reduziert werden oder durch Alternativ-Angebote aufgefangen werden!

Ihre Stimme für bessere Kitas!

Es reicht auf Dauer nicht, mehr Krippen-, Hort- oder Kindergartenplätze zur Verfügung zu stellen. Auch die Qualität der Betreuung muss verbessert werden. Dafür brauchen wir in München mehr Erzieherinnen und Erzieher. Aber München ist teuer und viele Teilzeitkräften haben zu wenig Anreize, ihre Wochenstunden zu erhöhen. Wir müssen ihnen mehr Geld zahlen, die Attraktivität ihres Berufs erhöhen und den Betreuern unserer Kinder zuhören, wenn sie uns erklären, wo sie Entlastung und Förderung brauchen. All das gleichzeitig zu tun, ist ein schwieriges Projekt – wir von der Münchner SPD haben begonnen, es umzusetzen. Bitte unterstützen Sie uns dabei durch Ihre Stimme am 15. März bei der Kommunalwahl!

Julia Schönfeld-Knor

Julia Schönfeld-Knor

Stadträtin und bildungspolitische Sprecherin der SPD im Münchner Rathaus. Julia kandidiert auf Platz 14 der SPD-Liste.

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