Drei Ideen für ein aktives Leben im Alter

10. Oktober 2019 | von Anne Hübner

Fröhliche ältere Dame

Verborgene Talente, verschüttete Träume – viele Münchner Seniorinnen und Senioren drehen im Alter so richtig auf. Und wir unterstützen sie dabei, indem wir kontinuierlich Angebote und Betätigungsmöglichkeiten in der Stadt fördern. Weil es unklug wäre, die Erfahrungen eines langen Arbeitslebens brach liegen zu lassen. Weil ohne ihr Engagement unser Vereinsleben so viel ärmer wäre. Und weil es einfach schön ist zu sehen, wenn Jung und Alt sich gegenseitig unterstützen. Das ist nicht selbstverständlich, sondern muss gestaltet und gefördert werden. Deshalb stelle ich euch heute unsere drei Ideen für ein aktives Leben im Alter vor:

1. Wir wollen Engagement im Alter fördern

Ich bin der Überzeugung, wer sich im Rentenalter ehrenamtlich engagiert, soll dafür Geld bekommen dürfen – anrechnungsfrei auf Rente oder Grundsicherung! Oder seine Leistungen auf einem Ehrenamts-Zeitkonto einzahlen. Wenn eine pensionierte Lehrerin sich bei der Nachmittagsbetreuung engagiert, wird ihr das gutgeschrieben. Hilft ihr später – zum Beispiel nach einem Sturz – der Nachbar im Haushalt, wird das mit ihrem „Guthaben“ verrechnet. Das schafft Sicherheit und Zusammenhalt. Und wer noch nach Möglichkeiten für ein ehrenamtliches Engagement sucht, findet im Portal muenchen.de einen Überblick an Ansprechpartnern. Oder nimmt das eigene Geschick gleich selbst in die Hand und engagiert sich für die Seniorenvertretung oder den Seniorenbeirat.

2. Wir schaffen ein unvergleichbares Kultur- und Freizeitangebot

Mehr als 20.000 Kultur- und Freizeitangebote gibt es im Jahr in München für Seniorinnen und Senioren. Weil es da schwerfällt, den Überblick zu behalten, hilft ab 2020 eine Datenbank. Die wird von der Arbeiterwohlfahrt erstellt und bündelt alle Termine der Alten- und Service-Zentren, Sportvereine, Volkshochschulen oder anderer Einrichtungen – ein Wegweiser ins aktive Leben im Alter. Wer jetzt schon nach Freizeitaktivitäten sucht, wird auch in der von der Stadt geförderten Seniorenbörse fündig. Und wer nicht genug Geld hat, der profitiert von kostenfreien Kultur, Freizeit- oder Mittagsangeboten. Und bei allem digitalen Wandel, bleiben wir trotzdem handfest: Die Programme der 32 Alten- und Servicezentren gibt’s weiterhin auf Papier – und beraten wird sowieso persönlich!

3. Wir ermöglichen Begegnungsorte für Alt und Jung

Das Miteinander der Generationen macht aus München eine bessere Stadt: Kinder und Jugendliche profitieren vom Erfahrungsschatz der Älteren in der Vereinsarbeit, Seniorinnen und Senioren erfahren von neuen Lebensentwürfen der jungen Erwachsenen in ihrer Nachbarschaft oder im Miteinander an der Uni oder der Münchner Volkshochschule. Das schafft Akzeptanz und Zusammenhalt. Dieser wächst aber nicht von allein: Deshalb fördern wir aktiv Mehrgenerationenhäuser, mehr Austausch zwischen Kindern und Jugendlichen auf der einen Seite und Seniorinnen und Senioren auf der anderen, mehr Spiel- und Sportstätten für Alt und Jung, sowie ein umfangreiches Bildungsangebot – unabhängig von Alter!

Aktiv sein ist in München keine Frage des Alters

Sich ehrenamtlich engagieren, eines der über 20.000 jährlichen Kultur- und Freizeitangebote wahrnehmen oder Begegnungsorte zwischen Alt und Jung erleben - in München haben wir ein einzigartiges Angebot für Seniorinnen und Senioren geschaffen, die auch im Alter noch vor Tatendrang sprühen. Diese wollen wir in den nächsten Jahren weiter ausbauen, um möglichst vielen Menschen die aktive Teilhabe am Gesellschaftsleben zu ermöglichen - dafür werde ich mich persönlich einsetzen!

Anne Hübner

Anne Hübner

Stadträtin, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Sprecherin im IT-Ausschuss und stellv. Sprecherin im Verwaltungs- und Personalausschuss

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