5 Maßnahmen, wie München für Fußgänger noch sicherer wird

03. Februar 2020 | von Andreas Schuster

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München soll für Fußgänger noch sicherer werden. Momentan wird viel über den Verkehr gesprochen: Wie kann man den Radverkehr fördern? Warum verschwinden Parkplätze? Wie schnell können wir den öffentlichen Nahverkehr ausbauen? Brauchen wir gar Flugtaxen? Dabei sollte aber eine ganz wichtige Gruppe nicht vergessen werden: die der Fußgängerinnen und Fußgänger! Denn wir alle bewegen uns in dieser Stadt zu Fuß, und sei es nur der Weg zur nächsten Bushaltestelle. Das Zufußgehen ist die natürlichste und häufigste Art der Fortbewegung. Deswegen hat die SPD sich Gedanken gemacht, wie München zu Fuß noch sicherer wird. Fünf der Ideen stelle ich euch heute vor:

1. Wir schaffen einen Fußverkehrsbeauftragten

Einen Radverkehrsbeauftragten, der die Interessen der Radlerinnen und Radler vertritt, gibt es bereits. Ich finde, dass es an der Zeit für eine Fußverkehrsbeauftragte oder einen Fußverkehrsbeauftragten ist! Denn parkende Autos, Fahrräder und E-Scooter nehmen den Fußgängern den Platz und es entstehen gefährliche Situationen. Eine eigene dafür zuständige Person könnte die Interessen der Münchner Fußgängerinnen und Fußgänger besser vertreten und wäre die zentrale Anlaufstelle für Kritik, Lob und Verbesserungsvorschläge aus der Stadtgesellschaft.

2. Wir schaffen eine Service-Hotline

Ich bin der Meinung, dass wir die Münchnerinnen und Münchner stärker in die Gestaltung einer fußgängerfreundlichen Stadt einbinden sollten! Wir wollen deshalb eine Hotline mit einer Rufnummer und einer E-Mail-Adresse einrichten, damit Sie alle in Zukunft direkte Verbesserungsvorschläge machen können. Eine App könnte diesen Service erweitern. Menschen, die in dieser Stadt oft und gerne zu Fuß gehen, könnten so wertvolle Hinweise liefern, um zum Beispiel die Wegeführungen im Bereich von Baustellen sicherer zu machen. Außerdem könnten Bürgerinnen und Bürger über die Hotline Bescheid geben, wenn Gehwege durch Autos immer wieder verstellt werden oder andere Hindernisse zu gefährlichen Situationen führen.

3. Wir schaffen bessere Überquerungen und intelligente Ampeln

Vor allem für Menschen, die mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen unterwegs sind, ist es wichtig, dass Bordsteine abgesenkt sind, damit sie die Straßen einfach überqueren können. Zur Sicherheit tragen auch mehr Fußgänger-Ampeln bei. Diese Ampeln sollen in Zukunft mitdenken: sie erkennen Bewegungsmuster der Passantinnen und Passanten und schalten auf Grün, sobald die Straße erreicht ist. Ich bin der Meinung, dass sich diese Investition lohnt!

4. Wir tun was gegen Gehwegparker

Aus eigener Erfahrung weiß ich wie ärgerlich es ist, wenn an Kreuzungen und auf Gehwegen Autos stehen, die den Fußgängerinnen und Fußgängern den Weg versperren und das einfache Überqueren der Straßen unmöglich machen. Vor allem Kinder werden zwischen den parkenden Autos leicht übersehen. Für mich ist ganz klar: Fußgängerinnen und Fußgänger müssen Vorrang haben. Bereits in diesem Sommer haben wir deshalb die Münchner Verkehrsüberwachung mit einer Fahrradstaffel verstärkt - diese achtet insbesondere auf Falschparker, die Rad- und Gehwege blockieren. Durch Hinweise an die neue Service-Hotline können gefährliche Problemstellen in Zukunft noch schneller identifiziert werden.

5. Wir schaffen mehr Sicherheit auf dem Weg zur Schule

Die Gruppe, die am meisten im Straßenverkehr gefährdet ist, sind die Schulkinder. In den Wintermonaten müssen sie den Schulweg im Dunklen meistern und auf dem Fahrrad werden sie häufig übersehen. Ich finde es gut, dass die SPD mit zahlreichen Projekten die Sicherheit der Kinder auf den Straßen verbessert: So bekommen Schulweghelferinnen und Schulweghelfer inzwischen eine höhere Aufwandsentschädigung. Dieses Ehrenamt ist für die Sicherheit der Kinder wichtig und entschärft die Gefahren an vielen Übergängen. Außerdem setzt sich die SPD für Trixie-Spiegel und den Abbiegeassistenten für LKW ein, denn immer wieder übersehen Lastwagenfahrer beim Abbiegen andere Verkehrsteilnehmer – Schulkinder sind davon besonders betroffen. Und nicht zuletzt sorgen auch die vielen anderen Maßnahmen wie intelligente Ampeln, zusätzliche Zebrastreifen und das strengere Vorgehen gegen Gehwegparker für mehr Sicherheit!

Gut zu Fuß unterwegs in München

Mit diesen Maßnahmen können wir es schaffen, unsere Stadt noch sicherer und attraktiver für Fußgängerinnen und Fußgänger zu machen. Ich möchte mich dafür mit ganzer Kraft einsetzen, dass wir in München so richtig gut zu Fuß unterwegs sein können.

Andreas Schuster

Andreas Schuster

Verkehrsreferent, kandidiert auf Platz 13 der SPD-Liste. Seine Schwerpunktthemen sind eine nachhaltige Verkehrswende und ein klimaneutrales München.

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