Bericht aus dem Bundestag: Beratung über Bildungsgerechtigkeit und Ernährungsstrategie

09. April 2024

Liebe Genossinnen und Genossen,

in dieser Sitzungswoche berät der Deutsche Bundestag über eine sozialdemokratische Herzensangelegenheit, nämlich über die von den Ampelparteien eingebrachte Gesetzesinitiative „Gute Startchancen für mehr Bildungsgerechtigkeit“. So soll die teils marode Schulinfrastruktur durch ein Investitionsprogramm angegangen werden und mit einem Chancenbudget soll Schulen die Möglichkeit gegeben werden, ihr Bildungsangebot weiter auszubauen. Potential liegt hierbei insbesondere auch in der digitalen Ausstattung der Schulen, damit eine zukunftsorientierte und eine auf Kompetenzerweiterung gerichtete Bildung ermöglichet werden kann. Des Weiteren soll umfassend in die Schulsozialarbeit investiert werden, um eine größere Chancengerechtigkeit zwischen Kindern aus verschiedenen Milieus herzustellen. In Verbindung damit soll eine frühe Berufsorientierung und eine Modernisierung der Berufsschulen erfolgen, damit auch die berufliche Bildung in Deutschland weiter in den Fokus gerückt wird. Mit dem Antrag „Gute Startchancen für mehr Bildungsgerechtigkeit“ gehen wir trotz der Hoheit der Länder in einer Bundesinitiative einen großen Schritt hin zu mehr Bildungsgerechtigkeit und unterstützten gezielt Schulen, die sich in einem prekären Zustand befinden. Außerdem erfolgt in dieser Sitzungswoche die Beratung zur von der Bundesregierung eingebrachten Ernährungsstrategie „Gutes Essen für Deutschland“. Noch lange können sich auch in Deutschland nicht alle Menschen eine gesunde und reichhaltige Ernährung leisten. Denn unbestritten hängt eine ausgewogene Ernährung vom eigenen Geldbeutel ab. Oftmals stellt es sich jedoch als schwierig heraus, ausgewogenes Essen in den Alltag zu integrieren. In Kantinen und Mensen soll künftig gesünderes und ökologischeres Essen angeboten werden. Gleichzeitig sollen mehr Alternativen zu fleisch- und zuckerhaltigen Lebensmitteln geschaffen werden. Vor allem für Schulkantinen sollen verbindliche Standards gelten. Der Zugang zu einer guten Ernährung ist ein essenzieller Bestandteil sozialer Gerechtigkeit. Marktwirtschaftliche Mechanismen dürfen nicht dazu führen, dass gutes und gesundes Essen nur bestimmten privilegierten Schichten vorbehalten ist.

Mit freundlichen Grüßen Sebastian Roloff

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