Liebe Genossinnen und Genossen,
in der zweiten Sitzungswoche wird der Jahreswirtschaftsberichts 2026 herausgegeben. Meine Plenarrede dazu macht deutlich: Die globale Ordnung befindet sich im Wandel. Auf den Punkt bringt es der kanadische Premier Mark Carney mit seinen Worten in Davos „die alte Ordnung kommt nicht zurück“.
Trotz dieser Herausforderungen zeigt der Jahreswirtschaftsbericht erfreuliche Signale. Nach drei Jahren der Stagnation wird die deutsche Wirtschaft in diesem und im kommenden Jahr wieder wachsen. Diese Entwicklung kommt nicht von allein, sondern ist auch Ergebnis der entschlossenen wirtschaftspolitischen Maßnahmen dieser Koalition. Ein zentraler Treiber ist das 500-Milliarden-Sondervermögen, das kurzfristig Aufträge für Handwerk und Bauwirtschaft generiert und langfristig unsere Produktivität steigert.
Klar ist aber auch: Angesichts veränderter weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen benötigen wir ein Update unseres Wirtschaftsmodells. Mehr private Investitionen und höheres Produktivitätswachstum sind entscheidend, um Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern. Deutschland verfügt mit seiner Spitzenforschung über alle Voraussetzungen – doch es gelingt uns noch zu selten, daraus starke Geschäftsmodelle zu entwickeln. Während in den USA jedes Jahr 170 Milliarden Dollar in Start-ups fließen, sind es bei uns nur wenige Prozent davon. Um diese Lücke zu schließen, bringen wir jetzt den Deutschlandfonds auf den Weg, der über staatliche Risikoabsicherungen und Beteiligungen bessere Finanzierungsbedingungen für junge Unternehmen schafft. Gleichzeitig investieren wir mit der Hightech-Agenda 18 Milliarden Euro in Schlüsseltechnologien wie Quantenforschung, Mikroelektronik und Biotechnologie. Unser Ziel bleibt ein klarer technologischer Führungsanspruch in Europa. Diese Sitzungswoche zeigt: Wir treiben die wirtschaftspolitische Erneuerung aktiv voran und geben die notwendigen Antworten auf eine sich wandelnde globale Ordnung.
Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Roloff