Der Bericht aus dem Stadtrat von Simone Burger
Diese Woche haben wir im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung über die Gewerbe-SoBoN gesprochen. Vereinfacht geht es darum, dass die Stadt München einerseits bei der Schaffung von neuem Gewerbebaurecht stärker steuert und andererseits Unternehmen der Stadt etwas zurückgeben sollen. Kernidee: Wo neues Gewerbebaurecht entsteht, soll auch sozialer, wohnungs- und stadtpolitischer Mehrwert entstehen.
Bürokomplexe nein, Mischstandorte ja: Für die Frage, wo und wie es in München Gewerbe geben soll, haben wir einen neuen Leitsatz verankert: Reine Bürogebiete gibt es nicht mehr, stattdessen mischt die Stadt Büro und Wohnen. Und in Gewerbegebieten soll sich die Münchner Mischung aus Handwerk, Kleingewerbe, Produktion und Dienstleistungen wiederfinden. Im Fokus stehen die SPD-Bemühungen, Handwerk und (Klein-)Gewerbe im Stadtgebiet zu erhalten – trotz Verdrängungsdruck durch Technologiekonzerne und reine Bürostandorte.
Gerade bei der Mischung von Gewerbe und Wohnen kann an manchen Stellen nur temporäres Wohnen möglich sein. Der Beschluss legt klar fest, dass die Stadt hier vor allem auf AzubiWohnen und Studierendenwohnen in Kooperation mit dem Studierendenwerk setzt. Für alle Formen temporären Wohnens gilt für uns: Es muss bezahlbar sein. Niemand braucht Angebote, die Monstermieten verlangen.