Der Bericht aus dem Stadtrat von Christian Köning
München ist Mieterhauptstadt – 75 Prozent der Münchnerinnen und Münchner wohnen zur Miete. Mit jeder Entscheidung zum Mietspiegel, zum Wohnbau oder zu Erhaltungssatzungsgebieten erreichen wir also direkt oder indirekt drei Viertel aller Menschen in unserer Stadt. Der aktuelle Bericht zur Wohnsituation 2024-2025 des Planungsreferats zeigt deutlich, dass die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum unsere größte politische Aufgabe bleibt.
Die Herausforderungen für den Wohnungsbau sind aktuell enorm: Baukostensteigerungen, Fachkräftemangel und die Auswirkungen globaler Krisen wie der Coronapandemie, des Ukraine-Kriegs und des Irankriegs verlängern die Fertigstellungszeiten massiv. Erschwerend kommt hinzu, dass reduzierte staatliche Fördermittelzuweisungen des Freistaats die Zahl der bewilligten geförderten Wohnungen in München spürbar verringert haben. All das wirkt sich negativ auf den Neubau aus und treibt die Bestandsmieten weiter nach oben.
Trotz dieser Hürden stemmen wir uns im Rathaus mit aller Kraft gegen diese Entwicklung und unsere Bemühungen zeigen Wirkung:
Doch lokales Handeln allein reicht nicht aus, denn der Bedarf an geförderten Wohnungen übersteigt mit 23.700 Registrierungen das Angebot von 3.200 Vergaben noch immer deutlich. Deshalb fordern wir zwingend eine Reform des Mietrechts auf Bundesebene: Bestandsmieten müssen in den Mietspiegel einfließen. Wir setzen unseren Kurs fort – für eine sozial gerechte Stadtentwicklung und ein München, in dem alle gut leben können.