Bericht aus dem Stadtrat von Kreisverwaltungssprecher und stellvertretendem Fraktionsvorsitzenden Christian Vorländer
Es ist fast schon zu einer Routine geworden, aber mit Sicherheit keine Selbstverständlichkeit: München ist zum 49. Mal in Folge die sicherste Großstadt Deutschlands. Das ist einerseits Grund zum Feiern und bestärkt uns in unserem sicherheitspolitischen Kurs, andererseits zeigt der neu erschienene Sicherheitsreport auch erschreckende Entwicklungen, die wir nicht ignorieren dürfen.
Vor allem bei den Rohheitsdelikten, bei Diebstahl und bei gefährlicher Körperverletzung gab es 2024 starke Anstiege. Auch im Alten Botanischen Garten ist die Situation leider alles andere als einfach. Allerdings zeigen die von Oberbürgermeister Dieter Reiter und SPD/Volt-Fraktion initiierten Maßnahmen Wirkung. Der enge Austausch zwischen Polizei und städtischen Stellen wird von allen Beteiligten als Erfolg gesehen.
Sehr besorgniserregend sind zwei Punkte:
Zum einen ist die die Zahl antisemitischer Vorfälle sprunghaft auf insgesamt 188 Fälle angestiegen. Dieser bedrückenden Entwicklung müssen wir als demokratische
Gesellschaft entschlossen entgegentreten.
Zum anderen hat sich die Zahl tatverdächtiger Kinder und Jugendlicher im Bereich der gefährlichen und schweren Körperverletzung um 74,2 % erhöht. Hier setzen wir auf Prävention, intensive Jugendarbeit und gute Sozialpolitik. Denn eins ist und bleibt klar: Die Bekämpfung von Kriminalität mit sicherheitspolitischen Maßnahmen ist eine Symptombekämpfung. An den Bemühungen, den Menschen in München eine gute Lebensgrundlage und auch in Krisenzeiten immer eine Perspektive zu bieten, halten wir fest. Der soziale Frieden ist eine elementare Grundlage für die individuelle und gemeinsame Sicherheit.