Arbeitskreis Europa und Internationale Politik: China und Nordkorea als Enabler für Putins Krieg

17.04.2026, 18:00 Uhr | MorgenRot, Oberanger 38, EG, 80331 München

Diskussionsabend mit Thomas V. Bauer, Dipl.-Pol. M.A., TUM School of Social Sciences and Technology

Sowohl Peking als auch Pjöngjang sind politisch bestens mit Moskau vernetzt und teilen gemeinsame, strategische Ziele. So wurden nordkoreanische Kräfte zuerst 2024 in der Ukraine auf dem Gefechtsfeld gesichtet, während chinesische Datenweitergaben und Technologietransfers zeitgleich die russische Kriegsführung erheblich begünstigten. Auch war es Kim Jong Un, welcher die abtrünnigen, selbsterklärten „Volksrepubliken“ in der Ostukraine anerkannte und Moskau im Vorfeld des Angriffskrieges auf die Ukraine noch im Januar 2022 diplomatische Schützenhilfe bot. Doch sind auch Pekings ökonomische Unterstützungsleistungen seit Kriegsbeginn und im Lichte der darauffolgenden Wirtschaftssanktionen des Westens nicht zu vernachlässigen. In diesem Vortrag untersuchen wir das multidimensionale Kräftegefüge zwischen Nordkorea, China und Russland. Was zeichnet dieses Triumvirat (geo-)politisch aus und wie kam es zu dieser Allianz? Was müssen westliche Entscheidungsträger nun berücksichtigen?

Tom Bauer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der School of Social Sciences & Technology, Lehrstuhl für Politikwissenschaft der Technischen Universität München im Bereich Internationale Beziehungen & Sicherheitspolitik und promoviert zeitgleich an der RWTH Aachen am Institut für Politikwissenschaft zur multidimensionalen Verregelung von Bedrohungsakteuren im Schwerpunkt Nordkorea, Iran, China und Russland. Seine regionalen Arbeitsschwerpunkte liegen im Nahen- und Mittleren Osten sowie in Nordostasien, sowie in der strategischen Betrachtung amerikanischer Außen- und Sicherheitspolitik. Er dient als beorderter Reservist in der deutschen Gebirgsjägertruppe und befindet sich dort in Ausbildung zum Reserveoffizier."

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