Der Bericht aus dem Stadtrat von Simone Burger
Am Dienstag hatten wir Grund zum Feiern: Beim Baustellenfest in der Leibengerstraße hat die Münchner Wohnen ihr neues Azubiwohnprojekt vorgestellt. Bereits 2027 werden hier junge Menschen zu guten Konditionen wohnen und in ihre berufliche Laufbahn starten können. Insgesamt 135 Einzel- und sechs Doppelappartements schafft die Münchner Wohnen in Kooperation mit dem Azubiwerk und dem Personal- und Organisationsreferat der Landeshauptstadt München. Nach Fertigstellung erfolgt die Vergabe der Appartements an städtische Auszubildende über das POR, an Azubis auf dem freien Markt über das Azubiwerk.
Das Projekt reiht sich ein in die Erfolgsgeschichte des Azubiwohnens: Seit der Gründung des Azubiwerks im Jahr 2022, einer Kooperation zwischen LHM, Kreisjugendring und DGB-Jugend, haben wir mehrere Projekte für die Zielgruppe der jungen Menschen auf den Weg gebracht. Die zugrundeliegende Idee ist, dass es mit dem Studierendenwerk eine Stelle gibt, die sich (zugegebenermaßen schlecht, wenn man sich die Zustände in der Studentenstadt ansieht) um Bedürfnisse der Studierenden kümmert, dabei insbesondere um bezahlbaren Wohnraum – warum sollte es so etwas nicht auch für Auszubildende geben?
Gerade der Anfang einer Erwerbstätigenbiographie ist in einer Stadt wie München ein kritischer Moment: Das Azubigehalt ist niedrig, die Mieten sind hoch. Für die meisten ist die eigene Wohnung ein wichtiger Schritt für die eigene Lebensgestaltung und eine selbstständige Charakterentwicklung. Verunmöglichen die finanziellen Mittel diese Entwicklung, scheitert oft genug auch die Ausbildung. Genau deshalb bemühen wir uns, dass es ausreichend Wohnraum gibt, den man sich auch mit einem Azubigehalt leisten kann.
Nicht zuletzt ist bezahlbarer Wohnraum ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. In vielen Ausbildungsberufen, beispielsweise im Handwerk, herrscht ein großer Fachkräftemangel. Mit günstigen Appartements stärken wir also auch den Wirtschaftsstandort München, weil wir ihn für die Arbeitnehmenden attraktiver machen.