Der Bericht aus dem Stadtrat von Kathrin Abele
Mit den so genannten Sanierungsgebieten hat die Stadt ein gutes Werkzeug, um Stadtteile aufzuhübschen oder strukturell zu stärken. Das funktioniert so: Die Stadt erklärt einen Stadtteil via Satzung zum Sanierungsgebiet und kann dann, unter Einsatz von eigenem Geld und Fördermitteln von Bund und Land, Projekte zu Aufwertung des Gebietes umsetzen. Formell müssen dafür „städtebauliche Missstände“ vorliegen – das bedeutet aber nicht, dass die Bausubstanz bröckeln oder die Verkehrssituation eine Vollkatastrophe sein müssen. Vielmehr könnte man sagen: Da ist noch Luft nach oben. Gerade in Stadtteilen mit historischen Ortskernen gibt es oft ein Spannungsfeld, wie man deren Erbe mit einer zeitgemäßen und städtebaulich modernen Struktur zusammenbringt. Genau hier greifen die Sanierungsmaßnahmen und machen Projekte möglich, die es sonst so nicht geben würde.
In München machen wir das erfolgreich. In mehreren Stadtteilen gibt es Sanierungsgebiete, in denen seit Jahren Projekt nach Projekt umgesetzt wird. In dieser Woche haben wir über die zwei Sanierungsgebiete Aubing-Neuaubing-Westkreuz und Moosach gesprochen. Stadtteilsanierung heißt auch Veränderung, und Veränderung löst bei den meisten Menschen starke Gefühle aus. Deshalb gibt es in den zwei Gebieten das so genannte Stadtteilmanagement. Dieses hat die Aufgabe, die Zusammenarbeit vor Ort zu bündeln und die Menschen, die durch die Maßnahmen betroffen sind, einzubinden. Ansehen kann man sich das vor allem in den Stadtteilläden (z.B. Moosach: Dachauer Str. 270b, Westkreuz: Friedrichshafener Str. 11). Ende 2026 wäre das Stadtteilmanagement für diese beiden Gebiete ausgelaufen – wir haben sie jetzt bis 2029 verlängert.
Apropos Sanierung: Wir hatten bereits letztes Jahr angekündigt, die Münchner Sportstätten unter anderem mit Fördermitteln aus der „Sportmilliarde“ vom Bund fit für die Zukunft zu machen. Ein Teil dieses Plans stand diese Woche auf der Tagesordnung im Sportausschuss. Die Sportanlage an der Aubinger Str. 12 wollten wir gründlich sanieren - rund 5,5 Millionen Euro aus städtischem Haushalt, 4,5 Millionen Euro mit Fördergeldern des Bundes. Leider bekommen wir vom Bund statt der beantragten 4,5 Millionen nur 550.000 Euro. Wir sanieren natürlich trotzdem. Zu erwarten sind ein erneuerter Hockeykunstrasenplatz, neue technische Ausstattung der Plätze und der Abriss maroder Bausubstanz.