AK Sozialpolitik: Zur Zukunft der LH München: Wirtschafts- und Sozialpolitik zusammen denken mit Dr. Christian Scharpf

15.10.2026, 18:00 Uhr | Morgenrot im Oberanger 38, 80331 München

Zum Schwerpunktthema der Sitzung:

Wer Sozialpolitik nur als Kostenfaktor betrachtet, übersieht ihren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ertrag. Finanz- und Wirtschafts- und Sozialpolitik müssen deshalb gesamtwirtschaftlich denken. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten darf der Staat Krisen nicht durch prozyklisches Kürzen verschärfen. Investitionen in Bildung, Wohnen, Betreuung, Pflege, Mobilität, Digitalisierung, Klimaanpassung und soziale Infrastruktur sichern Zukunft und vermeiden Folgekosten. Entscheidend ist nicht allein, was eine Maßnahme heute kostet, sondern auch, was ein Unterlassen morgen kostet.

Gerade kommunale Beschäftigungsprojekte zeigen: Wirtschafts- und Sozialpolitik sind keine Gegensätze – sie können gemeinsam mehrfachen Nutzen schaffen.

Der Bus & Bahn Begleitservice des Katholischen Männerfürsorgevereins München ist dafür ein anschauliches Beispiel unter vielen guten anderen: Ehemals langzeitarbeitslose Menschen erhalten eine qualifizierte, sinnstiftende Beschäftigung. Gleichzeitig ermöglichen sie mobilitätseingeschränkten Menschen Wege zu Arztterminen, Veranstaltungen oder privaten Besuchen – und damit gesellschaftliche Teilhabe. Ein Projekt, dreifacher Nutzen: Beschäftigung, Inklusion und soziale Teilhabe.

Win- Win- Win. Mehr geht eigentlich nicht.

Für 2026 ist das MBQ fortgeschrieben, gleichzeitig bezeichnet die Landeshauptstadt München ihre allgemeine Haushaltslage ausdrücklich als angespannt und hält weitere Konsolidierungsmaßnahmen für notwendig. Doch wie verhindern wir, dass ausgerechnet solche Angebote in finanziell angespannten Zeiten unter Druck geraten? Und wie kann München diese Strukturen dauerhaft sichern und weiterentwickeln?

Darüber wollen wir mit Dr. Christian Scharpf, Referent für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München, diskutieren. Dr. Christian Scharpf übt dieses Amt seit dem 1. März 2025 aus, zuvor war er von Mai 2020 bis Februar 2025 Oberbürgermeister der kreisfreien Stadt Ingolstadt- die gerade in diesen wirtschaftlich angespannten Zeiten und die Krise bei Audi eine ganz konkrete Geschichte darüber erzählen könnte, wie sich Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik gegenseitig bedingen und beeinflussen.

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend und eine engagierte Debatte.

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